Hier sind die wichtigsten Kriterien, auf die die Sie beim Kauf unbedingt achten sollte:
Akustik und Schallschutz (Das K.O.-Kriterium)
Eine Telefonbox bringt nichts, wenn man draußen jedes Wort versteht oder der Lärm von außen das Telefonat stört.
Schallisolierung nach außen: Achte auf die Dezibel-Reduktion (dB). Gute Boxen reduzieren den Schall um ca. 25 bis 30 dB. Es gibt hierfür auch eine Norm: Die ISO 23351-1 misst die Schallreduktion von Möbeln.
Innenakustik: Die Box darf nicht hallen. Materialien wie Akustikfilz oder spezieller Schaumstoff an den Innenwänden sind Pflicht, damit das Mikrofon beim Videocall keinen unangenehmen Hall überträgt.
Belüftung und Raumklima
Dies ist der häufigste Fehler beim Kauf günstiger Boxen: Sie werden nach zehn Minuten zur Sauna.
Luftaustausch: Die Box sollte über ein aktives, geräuscharmes Belüftungssystem verfügen. Ein guter Richtwert ist ein kompletter Luftaustausch alle 1 bis 2 Minuten.
Sensoren: Moderne Boxen haben Präsenzmelder, die Licht und Lüftung automatisch aktivieren, wenn jemand die Box betritt, und danach noch nachlaufen, um die Luft für den Nächsten zu klären.
Ergonomie und Innenausstattung
Mitarbeiter verbringen oft 30 bis 60 Minuten am Stück in diesen Kabinen.
Arbeitsfläche: Ist der Tisch groß genug für einen Laptop, eine Maus und einen Notizblock?
Sitz- vs. Stehboxen: Stehboxen sind platzsparender und fördern kurze, knackige Telefonate. Wenn jedoch längere Videocalls geplant sind, ist eine Box mit ergonomischem Hocker oder höhenverstellbarem Tisch deutlich besser.
Anschlüsse: Mindestens eine 230V-Steckdose sowie USB-A und USB-C-Anschlüsse sind heutzutage ein absolutes Muss.
Eine moderne Büroumgebung mit mehreren Arbeitskabinen, Schreibtischen und Pflanzen.
Beleuchtung
Die richtige Ausleuchtung ist besonders für Videocalls entscheidend.
- Lichtqualität: Das Licht sollte das Gesicht gut ausleuchten, ohne Schatten zu werfen (Stichwort: Videokonferenz-Tauglichkeit).
- Anpassbarkeit: Ideal ist eine dimmbare LED-Beleuchtung, bei der sich bestenfalls sogar die Farbtemperatur einstellen lässt.
- Flexibilität und Montage
Büros verändern sich, und die Boxen sollten das mitmachen.
- Mobilität: Viele hochwertige Boxen stehen auf versteckten Rollen oder lassen sich mit einem Hubwagen anheben. Das ist extrem wichtig, wenn Abteilungen umziehen oder Flächen neu gestaltet werden.
- Auf- und Abbau: Wie komplex ist die Montage? Muss dafür ein teures Spezialteam anrücken, oder kann das hauseigene Facility Management die Box aufbauen?
Brandschutz und Sicherheit
Ein oft übersehener Punkt, der aber vom Gebäudemanagement verlangt wird.
- Sprinkler-Kompatibilität: Einige Boxen haben offene Deckenkonstruktionen oder Durchführungen für Sprinkleranlagen, falls der Brandschutz im Gebäude das für geschlossene Räume vorschreibt.
- Materialien: Die verbauten Materialien sollten schwer entflammbar sein.
Eine Frau arbeitet an einem Schreibtisch in einer schallisolierten Kabine, die sich in einer modernen Fabrikhalle befindet. Im Hintergrund sind Maschinen, Roboterarme und Mitarbeiter zu sehen, die mit einem Tablet interagieren.
Die Entscheidungs-Matrix: Must-Haves vs. Nice-to-Haves
Kategorie | Absolutes Must-Have | Sinnvolles Nice-to-Have |
Akustik | Schallreduktion > 25 dB, kein Innenhall | Zertifizierung nach ISO 23351-1 |
Klima | Geräuscharmer, aktiver Luftabzug | Integrierter CO2-Sensor |
Technik | 230V Strom, LED-Licht, USB-C | Induktives Laden für Smartphones, dimmbares Licht |
Ergonomie | Ablagefläche für Laptop | Höhenverstellbarer Tisch (Sitz/Steh) |
Mobilität | Modularer Aufbau (verschiebbar) | Integrierte Rollen für schnelles Umstellen |
Gibt es bei euch im Büro bereits konkrete Platzprobleme, die ihr mit den Boxen lösen wollt, oder plant ihr eine generelle Umstrukturierung der Arbeitsflächen?